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Maybe I care, maybe you don't.
Gäste können die Kurzbeschreibung nicht einsehen.
» I'm flying high, I don't want to come down, I'm here for thе ride «
28 Posts | 2 Threads
played by Coco
#1
maybe I care.
maybe you don't.
becoming someone I don't recognize.
Irgendwo bist du falsch abgebogen. Vielleicht war es die Entscheidung für Finance, vielleicht das Praktikum in einem dieser schicken Büros, in denen die Kaffeemaschine mehr kostet als dein erstes Auto. Vielleicht war es aber auch der Moment, in dem du begriffen hast, dass du dich in fünf Jahren nicht immer noch in einem Anzug siehst. Du heißt Isaac Chapman, bist 22 Jahre alt und hattest bis vor Kurzem einen ziemlich klaren Plan für deine Zukunft. Du bist nicht auf den Kopf gefallen, kannst mit Zahlen umgehen und hast durchaus verstanden, wie man sich in einem Raum voller Menschen bewegt, die sich gegenseitig für die wichtigsten Personen halten. Du kannst Small Talk, weißt, wann du besser den Mund hältst und hast irgendwann gelernt, dass ein ordentlich sitzendes Hemd so manche Unsicherheit ganz gut kaschieren kann. Das bedeutet allerdings nicht, dass du dich in dieser Welt zu Hause fühlst, ganz im Gegenteil. Je länger du dich mit deinem Studium und deinem Praktikum beschäftigt hast, desto deutlicher wurde dir, dass du zwar gut darin bist, die Erwartungen anderer zu erfüllen, aber keine Ahnung hast, ob du das überhaupt willst. Manchmal bist du sogar ziemlich impulsiv. Wenn dir etwas gegen den Strich geht, fällt es dir schwer, einfach den Mund zu halten und so zu tun, als wäre alles in Ordnung. Trotzdem hast du lange versucht, vernünftig zu sein. Hast dich durch Vorlesungen gekämpft, Praktikumsstunden geleistet und dir eingeredet, dass sich das richtige Gefühl schon irgendwann einstellen wird. Spoiler: Hat es nicht. Stattdessen hast du irgendwann beschlossen, dass du nicht den Rest deines Lebens in einem Beruf verbringen möchtest, den du hauptsächlich deshalb gewählt hast, weil er auf dem Papier gut aussieht. Das Problem daran? Du hast zwar eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was du nicht mehr willst, aber noch keine besonders gute Ahnung, was du stattdessen machen möchtest. Und als wäre das nicht schon kompliziert genug, hast du es geschafft, mit dieser Erkenntnis dein gesamtes Leben auf den Kopf zu stellen. Deine finanzielle Sicherheit ist futsch, dein Zuhause ist Geschichte und der Mann, der fast dein ganzes Leben lang ein Vater für dich war, möchte gerade möglichst wenig mit dir zu tun haben. Herzlichen Glückwunsch. Du hast dir mit Anfang 20 eine ausgewachsene Lebenskrise organisiert, für die andere Menschen mindestens eine Midlife-Crisis und einen teuren Sportwagen brauchen. Also stehst du jetzt in Chicago, mit ein paar Sachen im Gepäck, mehr offenen Fragen als Antworten und vor einem leiblichen Vater, den du kaum kennst.
what if this is where we begin?
Eigentlich hast du keinen Grund, dich über deine Familie zu beschweren. Deine Mutter war immer für dich da. Sie war diejenige, die dich großgezogen hat, die bei Schulveranstaltungen im Publikum saß und die vermutlich mehr als einmal versucht hat, dich davon abzuhalten, irgendeinen Unsinn anzustellen. Ob ihr dabei immer einer Meinung wart, steht auf einem anderen Blatt. Du bist schließlich nicht unbedingt dafür bekannt, jeden guten Ratschlag widerspruchslos anzunehmen. Und dann gibt es da deinen Stiefvater. Den Mann, der in deinem Leben war, seit du dich erinnern kannst. Der dich großgezogen hat, der Verantwortung übernommen und dir eine Zukunft ermöglichen wollte. Für dich war er dein Vater, weil Vaterschaft für dich nie etwas mit Biologie zu tun hatte. Es ging darum, wer dir beigebracht hat, wie man sich in der Welt behauptet und wer dir das Gefühl gegeben hat, dass du dich auf ihn verlassen kannst. Bis jetzt. Denn ausgerechnet bei der Frage, wie dein Leben in Zukunft aussehen soll, scheint plötzlich alles, was euch verbunden hat, nicht mehr auszureichen. Dein Stiefvater hat viel in dich investiert. Zeit, Geld und Erwartungen. Du warst auf einem guten Weg, jedenfalls aus seiner Sicht. Dass du irgendwann festgestellt hast, dass du diesen Weg nicht weitergehen möchtest, kann er nicht verstehen. Es folgte ein Streit, der längst nicht mehr nur um deine berufliche Zukunft geht. Es geht um Dankbarkeit, um Erwartungen und darum, ob du dir überhaupt erlauben darfst, eine andere Entscheidung zu treffen. Als dein Stiefvater schließlich die finanzielle Unterstützung infrage stellt und du dich weigerst, einfach klein beizugeben, eskaliert die Situation. Am Ende jedenfalls stehst du vor der Tür.
Und dann gibt es da noch Eli Lieberman, deinen biologischen Vater. Den Mann, der dir zwar deinen Namen gegeben hat, aber ansonsten kaum eine Rolle in deinem Leben spielt. Eure Beziehung besteht im Wesentlichen aus gelegentlichen Telefonaten zum Geburtstag und dem höflichen Austausch von ein paar Worten, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Du weißt, dass er Arzt ist, dass er in Chicago lebt und dass er beruflich ziemlich erfolgreich ist. Du weißt auch, dass sein Studium ihm damals wichtiger war als ein Kind, für das er sich nicht bereit fühlte. Das ist eine Geschichte, die du kennst, ohne sie wirklich nachvollziehen zu können, schließlich hattest du nie die Gelegenheit, ihn richtig kennenzulernen. Irgendwann hast du keine Fragen mehr gestellt, du hast schließlich einen Vater gehabt. Und trotzdem fällt dir jetzt ausgerechnet Eli ein, als du plötzlich nicht mehr weißt, wohin mit dir. Es ist keine besonders durchdachte Entscheidung. Vielleicht hoffst du, dass er dir hilft, weil er dein Vater ist. Vielleicht willst du einfach wissen, ob du dich in einer Situation, in der du wirklich niemanden mehr hast, wenigstens einmal auf ihn verlassen kannst. Oder vielleicht möchtest du dir selbst beweisen, dass du ihm nicht egal bist. Du weißt es nicht einmal genau. Du weißt nur, dass du auf einmal vor ihm in der Notaufnahme stehst.
you are supposed to be here.
Willkommen zum Ende dieses Gesuchs, du hast es geschafft. Das würde wohl bedeuten, dass Isaac dich nicht direkt wieder in die Flucht geschlagen hat. Dabei ist der junge Mann gerade an einem Punkt in seinem Leben, an dem sich so ziemlich alles neu sortiert.
Was aus seinem Studium wird, ist noch offen und was genau er sich von Eli erhofft, kann er vermutlich selbst nicht beantworten. Isaac soll kein fertiger Charakter sein, der mit seinen 22 Jahren bereits alle Antworten kennt. Vielleicht besitzt er einen trockenen Humor, mit dem er unangenehme Situationen überspielt, vielleicht kann er auch ziemlich stur sein, wenn er sich ungerecht behandelt fühlt. Er könnte jemand sein, der sich ungern anmerken lässt, wenn ihn etwas verletzt und lieber einen bissigen Kommentar abgibt, als offen zuzugeben, dass ihm gerade der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Gleichzeitig ist da vermutlich mehr Unsicherheit, als er anderen zeigen möchte.
Auch seine Beziehung zu Eli darf sich in alle Richtungen entwickeln. Die beiden sind sich fremd und nur weil Isaac nun in Chicago ist, bedeutet das nicht, dass sie sich plötzlich wie Vater und Sohn verhalten. Isaac darf Eli herausfordern, ihm Vorwürfe machen oder sich über seine kontrollierte Art ärgern. Er darf sich wünschen, dass Eli sich mehr für ihn interessiert und gleichzeitig jede Frage als Einmischung empfinden. Eli hingegen wird sich damit auseinandersetzen müssen, dass Reue allein noch keine Beziehung aufbaut.
Viel steht da übrigens nicht fest, außer Alter und Name. Als Faceclaim könnte ich mir Archie Renaux sehr gut vorstellen, aber wenn du eine andere Idee hast, lässt sich darüber natürlich sprechen. Bei der Ausgestaltung gibt es noch genug Freiraum, damit Isaac zu deinem Charakter werden kann. Und falls du jetzt Lust bekommen hast, den Koffer auszupacken und mit Isaac in Chicago anzukommen, dann melde dich sehr gerne bei mir. Ich freue mich darauf, herauszufinden, was aus diesem etwas unglücklichen Wiedersehen zwischen Vater und Sohn wird ♡
“
Maybe I'm my father's son. Oh, I'm nothing like you.
nameIsaac Chapman
alter22 Jahre
beziehungVater & Sohn
StatusNew in town
faceclaimArchie Renaux
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