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like ships in the night
Gäste können die Kurzbeschreibung nicht einsehen.
» Shhh, no one cares. «
25 Posts | 3 Threads
played by Lore
#1


keep passing me by
Like ships in the night

the provocation

Everett hat sich in Chicago ein Leben aufgebaut, das von außen ziemlich genau so aussieht, wie er es vermutlich irgendwann einmal geplant hat. Eine gute Adresse, ein Beruf, in dem er längst nicht mehr darum kämpfen muss, ernst genommen zu werden und genügend Selbstbewusstsein, um auch dann noch ruhig zu bleiben, wenn ihm jemand gegenübersitzt, der ihn am liebsten auf der anderen Seite des Raumes sehen würde. Als Strafverteidiger gehört genau das schließlich zu seinem Alltag. Everett vertritt Menschen, deren Geschichten selten in ein ordentliches Schwarz und Weiß passen und hat sich daran gewöhnt, dass Sympathie dabei keine besonders brauchbare Währung ist. Entscheidend sind Fakten.

Diese Ruhe legt er auch privat nicht vollständig ab. Everett ist selbstsicher, wortgewandt und mit einem Charme ausgestattet, den er durchaus einzusetzen weiß. Allerdings gehört er ebenso zu den Menschen, die eine Diskussion nur äußerst ungern verlieren und erstaunlich ausdauernd werden können, sobald jemand dagegenhält. Er provoziert gern, manchmal nur aus Neugier darauf, was zurückkommt und besitzt genügend Menschenkenntnis, um meistens ziemlich genau zu wissen, welchen Knopf er gerade drückt. Wirklich bösartig ist das selten. Gelegentlich überheblich dagegen durchaus.

Zu seinem Leben gehört seit vielen Jahren auch Max Halstead. Aus einer Freundschaft, die irgendwann in jüngeren Jahren begonnen hat, wurde eine von denen, die weder regelmäßige Verabredungen noch tägliche Nachrichten brauchen, um bestehen zu bleiben - und mit Max kam zwangsläufig irgendwann dessen Familie. Die Halsteads, ihr Bestattungsunternehmen in Long Grove und Familienfeiern, bei denen Everett im Laufe der Jahre häufig genug aufgetaucht ist, um längst kein wirklicher Gast mehr zu sein. Vor allem aber kam mit Max dessen jüngere Schwester Romy.

Everett und Romy haben sich nie sonderlich viel Mühe gegeben, einander zu mögen. Vielleicht fing es irgendwann mit einer belanglosen Bemerkung an, vielleicht war sie ihm schon beim ersten Treffen zu vorlaut und er ihr zu selbstgefällig. Inzwischen wäre es vermutlich ohnehin schwierig, den Anfang noch auszumachen. Geblieben ist eine erstaunlich verlässliche Form gegenseitiger Provokation. Everett weiß, wie er Romy innerhalb weniger Sätze auf die Palme bringt, Romy weiß wiederum ziemlich genau, wo sie ansetzen muss, damit sein selbstzufriedenes Lächeln wenigstens für einen Moment verschwindet. Danach geht jeder wieder seiner Wege. So funktioniert das seit Jahren erstaunlich gut.

Dass Everett heute in Chicago lebt, bedeutet dabei nicht, dass Long Grove für ihn jemals wirklich weit weg gewesen wäre. Er ist selbst dort aufgewachsen und kennt das Örtchen ebenso gut wie die Halsteads. Der Umzug nach Chicago kam erst später. Irgendwann mit Studium, Karriere und dem Wunsch nach etwas mehr Abstand zu dem Ort, an dem gefühlt jeder jemanden kennt, der wiederum die eigenen Eltern kennt. Seine Verbindung nach Long Grove ist trotzdem geblieben. Nicht zuletzt wegen Max, wegen alter Freunde und vermutlich auch, weil Heimat selbst dann noch Heimat bleibt, wenn man irgendwann beschlossen hat, woanders zu leben.

Bis vor Kurzem gab es außerdem noch jemanden, der ziemlich selbstverständlich zu Everetts Leben gehörte. Seine Beziehung ist erst wenige Monate vorbei und bestand lange genug, um anzunehmen, dass eine gemeinsame Zukunft zumindest keine vollkommen abwegige Vorstellung gewesen wäre.

Romy nahm das Ganze mit einer Mischung aus vollkommen unangemessener Neugier und einer Genugtuung auf, die sie selbstverständlich niemals so nennen würde. Seine Exfreundin konnte sie nämlich nicht leiden. Warum? Aus Prinzip. Wahrscheinlich hätte die Frau machen können, was sie wollte: Romy hätte trotzdem irgendeinen Grund gefunden, die Augen zu verdrehen. Dass diese Abneigung möglicherweise weniger mit Everetts Ex als mit Everett selbst zu tun hatte, wäre allerdings eine Interpretation, gegen die sie sich entschieden wehren würde.


GESUCHTER
EVERETT WARREN
38-40 JAHRE
STRAFVERTEIDIGER
AVATARVORSCHLAG:
SAM CLAFLIN, CHRIS WOOD


trying toprovewho's right.

the adversary

SUCHENDE
ROMY HALSTEAD
34 JAHRE
EMBALMER
HOLLAND RODEN


Romy ist zwischen Särgen, Trauerfloristik und dem geschäftigen Alltag des familieneigenen Bestattungsunternehmens groß geworden. Das Halstead Funeral Home war für sie nie ein sonderbarer Ort, sondern schlicht Zuhause – und inzwischen auch der Ort, an dem sie einen Großteil ihrer Tage verbringt. Als Embalmer kümmert sie sich dort um all jene Dinge, für die es eine ruhige Hand und einen noch ruhigeren Magen braucht. Besonders die kosmetische Rekonstruktion liegt ihr. Vielleicht auch deshalb, weil sich hier jedes noch so kleine Detail korrigieren lässt, wenn man nur lange und genau genug hinsieht.

Diese Geduld endet allerdings meistens an der Tür des Versorgungsraums. Romy kann schwierig sein. Nicht auf die laute Art, sondern auf jene, bei der ein beiläufiger Kommentar reicht, um jemandem noch Stunden später im Kopf herumzugehen. Sie beobachtet viel, vergisst wenig und besitzt einen ziemlich ausgeprägten Hang dazu, Dinge auszusprechen, die andere aus gutem Grund für sich behalten. Dass sie dabei gelegentlich selbst über das Ziel hinausschießt, gehört zu den Erkenntnissen, die sie bislang eher anderen überlässt. Mit Kritik kann sie schließlich ungefähr so viel anfangen wie mit schlecht gesetzten Nähten: Sie sieht sofort den Fehler, nur selten bei sich selbst.

Dabei ist längst nicht alles an ihr so scharfkantig, wie sie es nach außen gerne erscheinen lässt. Ihre Familie kann sich auf sie verlassen, auch wenn Zuneigung bei Romy nur selten besonders hübsch verpackt daherkommt. Und irgendwo zwischen Arbeit, Familie und einer Beziehung, die schon seit einer ganzen Weile mehr aus Gewohnheit als aus wirklicher Nähe besteht, hat sie sich ein Leben eingerichtet, das vielleicht nicht besonders glücklich ist, aber immerhin vertraut. Ethan gehört seit dem Studium dazu. Die großen Streitereien sind längst vorbei - leider gilt Ähnliches wohl auch für vieles andere. Trotzdem ist keiner von beiden bisher gegangen.

Everett gehört auf eine andere Weise schon lange zum Inventar. Als Freund ihres Bruders Max taucht er seit Jahren immer wieder in Romys Leben auf und hatte entsprechend reichlich Gelegenheit, ihr auf die Nerven zu gehen. Eine Gelegenheit, die er ihrer Meinung nach ausgesprochen gewissenhaft genutzt hat. Zwischen ihnen braucht es keine großen Auseinandersetzungen. Meist reichen ein Blick, eine Bemerkung oder genau der falsche Tonfall, damit einer stichelt und der andere zuverlässig nachlegt. Everett kennt Romy außerdem lange genug, um sich von ihrer Art nicht sonderlich beeindrucken zu lassen – was vermutlich bereits einen erheblichen Teil des Problems ausmacht.

Bisher war das allerdings auch alles, was zwischen ihnen existierte. Der Freund ihres Bruders. Die kleine Schwester seines Freundes. Zwei Menschen, die sich schon ewig kennen, sich gegenseitig mit bemerkenswerter Beständigkeit anstrengend finden und anschließend wieder ihrer Wege gehen.


and somewhere between all that
the fine print

Hallo lieber Interessent. ♥ Schön, dass du es bis hierher geschafft hast.

Wie du dem Gesuch entnehmen kannst, suche ich ein potenzielles Pair für meine scharfzüngige und manchmal etwas kratzbürstige Romy. Potenziell bedeutet in diesem Zusammenhang, dass ich das Inplay entscheiden lassen möchte, ob und wie es sich entwickelt. Alles kann, nichts muss - was auch bedeutet, dass ich mich mit zu fixen Absprachen immer etwas bedeckt halte. Dass die Chemie - Inplay wie Offplay - stimmt, ist mir sehr wichtig.

Daher einmal zu mir. Ich bin die Lore und bestimmt schon 20 Jahre im Rollenspielbusiness unterwegs. Manchmal erwische ich mich bei den nostalgischen Erinnerungen, wie die Sache mit der Charaktererstellung und -Entwicklung damals abgelaufen ist. Man hat einen eigenständigen Charakter erstellt und sich überraschen lassen, was das Inplay dann hergibt. Damit möchte ich zu einem wichtigen Punkt kommen: Ein aktives Spiel lebt für mich nicht (nur) von Absprachen und witzigen Drucksereien im Off. Das Inplay sollte auch bedient werden. (Das heißt natürlich nicht, dass ich dieses Offgeplänkel meiden möchte - ganz im Gegenteil: Ich liebe sowas. ♥)

Ich bin eine Dynamikspielerin - daher variiert die Länge meiner Posts, je nach Setting und Atmosphäre. Meinen Wohlfühlbereich würde ich aber großzügig zwischen 500 und 1000 Wörtern benennen. Außerdem wage ich zu behaupten, recht schnell zu posten. (Ausnahmen bestätigen die Regel, auch bei mir kickt manchmal das RL :D) Binnen zwei Wochen solltest du spätestens von mir eine Antwort bekommen, sollte es mal länger dauern, gebe ich zuverlässig Bescheid. :)

Diese Frequenz wage ich auch bei einem potenziellen Pair erwarten zu dürfen. Muss ich vermehrt länger warten, stockt bei mir der Flow und Inplayfluss. Außerdem setze ich ein sauberes Schriftbild voraus und ein realistisches Charakterkonzept. Drama darf sein - aber in einem gesunden Maß. Ich liebe auch die kleinen Alltagsszenen und würde mich freuen, würde es dir da genauso gehen.

Eine weitere Sache, die mir sehr am Herzen liegt und den Bogen zu den nostalgischen Gedanken schließt: Ich setze voraus, dass du mit dem Charakter auch außerhalb von Romy Fuß fasst. Suche dir Relationen und Szenen, um auch die persönliche Entwicklung des Charakters voranzubringen. Es ist mein Gesuch - aber dein Charakter.

Und um es dein Charakter werden zu lassen, gebe ich als Suchende viele Möglichkeiten der Anpassung. Der Name kann nach Belieben geändert werden und unter einem kleinen Vetorecht steht dir auch die Avatarwahl frei. Sam Claflin und Chris Wood wären nur die ersten, die mir in den Sinn kämen. Allrounder, die eigentlich immer irgendwie funktionieren. Auch am Job darf nach Rücksprache gedreht und gewerkelt werden. Das Grundprinzip, dass Everett ein Freund ihres älteren Bruders ist und beide eine kleine Hassliebe verbindet, sollte jedoch bestehen bleiben, da es den Kern des Gesuchs abbildet.

Etwas Drama ist zum jetzigen Zeitpunkt bereits vorprogrammiert: Obwohl sich Romy in einer Beziehung befindet (recht unglücklich mit einem NPC :D), unterhält sie eine Affäre. (Hier wird es natürlich keine Dreieckskonstellation geben und wird im Inplay auch ihr Ende finden.) Ein Kind von Traurigkeit ist sie aktuell also nicht. Im Gegenteil: Sie sucht das Nachtleben in Chicago (natürlich ganz bewusst nicht in der Heimat Long Grove) und sucht die Aufmerksamkeit manchmal ganz offensichtlich, welche sie in ihrer Beziehung ziemlich vermisst.

Irgendwo hierdrin könnten wir auch ansetzen - mir schwirren da mehrere Ideen durch den Kopf, die vielleicht auch dich catchen.

Wenn dich das Gesuch anspricht, freue ich mich, von dir zu lesen - im Discord bin ich unter lore.wanderer erreichbar.

Liebe Grüße,
Lore

[-] Die folgenden 3 Benutzer gefällt Romy Halsteads Beitrag:
  • Calder Buchanan, Gia Romano, Lucy Cavanaugh
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